www.klosterlangwaden.de - Spiritueller Impuls für Februar 2010
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Ausdruck vom 06.02.2012 01:57 Uhr, erstellt am Mittwoch, den 24. Februar 2010 um 13:13 Uhr, zuletzt geändert am Zuletzt aktualisiert am Montag, den 04. Oktober 2010 um 09:09 Uhr
Spiritueller Impuls für den Februar 2010
Freude
Während der fünften Jahreszeit, die in den rheinischen Gefilden bekannter Weise ausgiebig gefeiert wird, hört man immer wieder von Sitzungspräsidenten die Aufforderung an das närrische Volk: "Macht euch etwas Freude!". Wenn ich diesen sicher gutgemeinten Ausruf höre, beschleicht mich ein ungutes Gefühl. Beim Gedanken an des "Sich - Freude - Machens" steigen in mir Verlustängste auf. Etwas, was ich mir glaube machen zu können - und das gilt einmal mehr für einen geistigen Zustand, wie die Freude - läuft augenblicklich Gefahr, weggenommen zu werden oder zu verschwinden.
Freude entsteht nämlich nicht von außen. Freude ist eine spontane, innere, emotionale Reaktion auf eine angenehme Situation, eine Person oder Erinnerung. Sie kann sehr verschiedene Formen und Stärken von angenehmen Gefühlen annehmen. Sie kann sich nach außen auf der ganzen Skala zwischen einem Lächeln und einem Freudenschrei äußern.
Die Heilige Schrift stellt die Freude an Gott als eine Quelle der Kraft dar ("Die Freude am Herrn ist eure Kraft" ),die es ermöglicht, auch in unerfreulichen Situationen sein inneres Gleichgewicht zu erhalten. Die Bibel zählt die Freude zur Frucht des Heiligen Geistes. So erwächst aus der Nächstenliebe, aus dem Dienst an dem Nächsten, dem Dienenden eine Freude, die er oft als anhaltenden Zustand empfindet.
Aber nicht nur aus dem Dienst am Nächsten, aus dem das "Gute tun", erwächst dem Menschen Freude, sondern auch aus der Mitfreude. Sie ist die freudige Teilnahme an der Freude eines anderen. Hier spielt natürlich der Karneval in den Sälen und auf den den Straßen eine wichtige Rolle. Die Fähigkeit zu Mitfreude ist eine wesentliche Eigenschaft für ein friedliches soziales Zusammenleben, und eine Voraussetzung für geglückte Beziehungen in Familien und Gemeinschaften.
Zum Schluss sei auch im Hinblick auf die närrischen Tage in diesem Monat etwas über die Mimik der Freude gesagt.
Die innere Freude eines Mitmenschen ist nicht ausdrücklich erkennbar, geht jedoch zugleich mit der Entspannung der Gesichtsmuskulatur einher. Wenn jemand Freude zeigt, hebt er die Mundwinkel. Die Neurologie fand heraus, dass bei echter Freude nicht nur der Mund lächelt, sondern auch die Augenringmuskeln aktiviert werden. Letztere könne nur schwerlich vom Willen kontrolliert werden, wodurch der Ausdruck rund um die Augen beim erzwungenen Lächeln fehlt.
"Ich haben euch immer gesagt, dass wir die Menschen fröhlich machen müssen!"(hl. Elisabeth von Thüringen).
Entdeckt in der Tiefe eures Herzens immer neu die Freude am HERRN!
Die Monatsmeditation für den Februar 2010 schrieb
Pater Basilius Ullmann OCist
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