www.klosterlangwaden.de - Spiritueller Impuls für April 2010
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Ausdruck vom 06.02.2012 01:56 Uhr, erstellt am Samstag, den 24. April 2010 um 13:13 Uhr, zuletzt geändert am Zuletzt aktualisiert am Montag, den 04. Oktober 2010 um 09:08 Uhr
Spiritueller Impuls für den April 2010
Das geistliche Erbe
Beim Tod eines Menschen, mit dem mich viel verbindet, kommen mir viele Gedanken und es taucht die Frage auf: was bleibt? Welches geistliche Vermächtnis gibt mir das Leben von Abt Bernhard mit auf den Weg. Mir fallen besonders drei Dinge auf, die er mir mit auf den Weg gibt.
Zunächst das Gebet. Das Erklingenlassen des Chorgebetes ist ein Zeichen, dass ein Kloster wieder belebt und lebendig ist. So sang er den Choral auch mit nur zwei Mönchen in Langwaden und in Osek. Das gemeinsame und das persönliche Gebet waren Abt Bernhard über alles andere hinaus wichtig. Im Gebet zeigte sich sein tiefes Gottvertrauen. Im Gebet fand er Trost und Hilfe.
Vom Gebet aus drängte es ihn immer wieder zur Aktion. Dies gibt uns Abt Bernhard als Zweites mit: Handeln, Werke der Nächstenliebe tun. Darum wurden Langwaden und Osek zu wichtigen Anlaufstellen für Menschen, die Rat und Hilfe suchten. Abt Bernhard machte Langwaden und Osek zu Orten, in denen heimatlos gewordene Männer ein neues Zuhause finden konnten. Abt Bernhard prägte hiermit eine ganz eigene Art der benediktinisch-zisterziensischen Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft, die aus dem Selbstverständnis unseres Klosters nicht mehr wegzudenken ist.
Als Drittes gibt uns Abt Bernhard die Begeisterung mit. Abt Bernhard ist es gelungen, viele Menschen für den Glauben an Jesus Christus zu begeistern im persönlichen Gespräch, in Predigt und Einkehrtagen. Er sammelte die Menschen in der Oblatengemeinschaft und im Freundeskreis, damit sich dort die Menschen gegenseitig stärken können und die Begeisterung weiter tragen in alle Welt hinaus.
Der Tod von Abt Bernhard macht mich traurig, denn Abt Bernhard ist nun unwiederbringlich aus dieser Welt geschieden. Aber sein Tod erfüllt mich auch mit Dankbarkeit für dieses kostbare Erbe seines Lebenszeugnisses, das er uns in Langwaden hinterlassen hat und das wir bewahren können. Dieses Erbe spiegelt sich auch im Wahlspruch wieder findet, den er sich nach seiner Abtswahl ausgesucht hat: „Sucht zuerst das Reich Gottes!“ Zuerst das Reich Gottes suchen, indem wir Gott und dem Nächsten zu dienen und uns vom Heiligen Geist leiten lassen. Finden werden wir das Reich Gottes nur bruchstückhaft in diesem Leben, endgültig erst nach unserem Tod.
Den spirituellen Impuls für den April 2010
schrieb Pater Bruno Robeck OCist
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